Sonntag, 10. Dezember 2017

Behold the Kickmen

Seit Ben There Dan That, das großartig ist, habe ich immer die Spiele von dem Typen, der die macht mögen wollen aber meist schaffe ich das nicht. Ich habe keine Toleranz dafür, dass das Spiel weniger flüssig läuft als Metro 2033, Far Cry 2 und Mass Effect 3 auf dem gleichen Rechner. Und obwohl die Spielelemente originell sind und grundsätzlich funktionieren könnten, ist das Balancing halbgar. Manchmal macht das Spiel Spaß, manchmal bewegt sich der Ball für ein paar Sekunden wörtlich schneller als die Kamera mitkommen kann und dann landet er im eigenen Tor und man kann nichts machen. Wie auch, wenn man nichts sehen kann?

Das ist ein Screenshot.

Es ist schade, weil es wirklich schlau ist, auch in der Erzählung. Ich habe in jeder zweiten Zwischensequenz laut lachen müssen.

Vielleicht beim nächsten Spiel.

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Mass Effect 2 Again

Ich zweifle langsam daran, dass ich ein Stück weit ein gewisses Verstädnnis habe, wie ich funktioniere und in was für einer philosophischen Stimmung ich mich im Alter X oder Y bewegt habe. Das tue ich nicht.

Als ich die Tomb Raider Spiele noch mal der Reihe nach auf PC durchgespielt habe und später die Beiträge gelesen habe, die im Blog stehen, habe ich mir gedacht, ich wäre ganz schön gemein. Ich dachte von mir, dass ich jetzt älter und weiser bin und ich das lockerer sehen kann. Ich bin eher bereit, mich auf die positiven Dinge des Spiels zu konzentrieren. Ich bin bereit, zu sehen, wo sich die Entwickler Mühe gegeben haben. Assassin's Creed braucht zum Beispiel keine anspruchsvollen Kämpfe. Es soll Leute ansprechen, die an die Geschichte und die Orte interessiert sind und die sollen nicht mit zu harten Kämpfen verschreckt werden.

Nun habe ich Mass Effect 2 nochmal durch und ich habe den Text gelesen, den ich schon darüber geschrieben habe.

Die Vistas sind ähnlich gut wie in Halo in dem Spiel.

Und obwohl das meiste, was da steht, stimmt, frage ich mich, was ich geraucht habe, als ich das Gameplay so gelobt habe. Nix natürlich, weil ich grundsätzlich nicht rauche. Aber was wenn doch?

Ich weiß es nicht.

Samstag, 18. November 2017

Mini-Filmreviews

Rumble in the Bronx

Gehört nicht zu den besten Jackie Chan Filmen aber ist trotzdem gut genießbar. Ich habe ihn aus Nostalgiegründen  gesehen, weil er der erste Jackie Chan Film ist, den ich im Kino gesehen habe, und der erste Film, den mein bester Freund überhaupt in Deutschland gesehen hat.

Ghost in the Shell

Ich habe erwartet, dass der eine fahle Nachahmung des Original(film)s ist, weil die es nicht besser können. Sie haben aber gar nicht beabsichtigt, was gutes zu machen. Alles ist bis zum Gehtnichtmehr simplifiziert und der trostlose Rest wird zutodeerklärt. Selbst wie der Major läuft stört mich. Die lief durch den ganzen Film wie ein trotziges Kind, das auf dem Boden stampft. Ugh!

Jason Bourne

Wie erwartet. Es ist nichts neues, zum größten Teil kompetent gemacht, bis auf die Shakycam. Das Problem ist, dass der Protagonist und der Film nicht schlau sind. Die Hälfte des Reizes bei den vergangen Filmen, war, dass Jason Bourne seine Gegner nicht nur bekämpft sondern überlistet. Das ist hier fast komplett weg. Dialoge sind oft richtig schwach.

Blade Runner 2049

Der Film hat ein paar große gute Ideen. Zwischen den Marvel Fließbandprodukten wirkt es wie eine frische Brise. Und jetzt kommt das Aber. Der Film wird von der Musik im Stich gelassen. Ich weiß nicht, warum sie den Komponisten gewechselt haben aber Hans Zimmer kann sich bei emotionale Sachen nicht mit Vangelis messen. Selbst für seine Verhältnisse ist der Soundtrack eine einzige Enttäuschung.

Der Film kam mir zu oft als Kammerspiel rüber statt wie eine Welt und ich kann nicht genau sagen, warum. Und ein paar Szenen waren in ihrer Komposition störend bis nervig, weil zuviel Lärm oder zuviel Schwarz auf der Projektionsfläche. Trotzdem gut.

Man vs Snake

King of Kong hat mir ganz gut gefallen aber das hier hat einen ähnlichen Aufbau und ich fand es fad. Ich bin nach der ersten halben Stunde immer wieder nach vorne gesprungen. Es hilft nicht, dass der Eigentümer von Twin Galaxies omnipräsent ist und ein maximaler Unsympath.

The Good Wife

Ich habe vor ein paar Tagen die letzte Folge gesehen und es ist die beste Serie ever. Zumindest die best, an die ich mich erinnern kann. Ich mag, wie menschlich die Menschen sind, Opfer ihrer Umstände und ihrer Schwächen. Selbst wenn man die Schwächen nicht teilt, kann man nachvollziehen, wie sie in einigen Fällen keine Wahl haben außer das Falsche zu machen. Oft auch intelligent witzig. Daumen nach oben.

Mittwoch, 15. November 2017

Phantom Dust

Ich willd as mögen, weil es von dem Typen ist, der Panzer Dragoon gemacht hat (glaube ich) aber ich schaffe es nicht. Ich habe gelesen, dass es ein tolles Spiel ist mit viel Spieltiefe, wenn man erstmal eingestiegen ist aber dazu wird es nicht kommen.

Japanisches Design ahoi!

Es ist ein ein Arena-Kampf-Spiel bißchen so wie Virtual On oder inzwischen Arms, glaube ich. Nur ist das "Remaster" (wie ich dieses Wort hasse) technisch ungenügend mit einem 30 FPS Cap auf dem PC. Das Spiel ist hölzern, fühlt sich nicht gut an und die Animationen wirken wie aus PS1 Zeiten. Was mich komischerweise mehr als andere stört, ist, dass ich die Tastenbelegung nicht ändern kann. Wenn ich schon in Echtzeit mit den Aktionen jonglieren muss, die sich mit der Aufnahme von jedem extra  ändern, dann will ich mit den Tasten jonglieren, die ich ausgesucht habe. Die Kämpfe haben sich glaube ich viel zu sehr auf das Lock-On verlassen als auf manuelles Zielen.

Schade.

Sonntag, 12. November 2017

Gunstar Heroes in 3D

Das erste Spiel von Treasure. Ich kann mich erinnern, dass ich es nicht in Zeitschriften entdeckt habe sondern in irgendeiner Videospielsendung auf Sat1(?), in dem Kinder gegeneinander angetreten sind. Drei Sekunden haben ausgereicht und ich habe mir gedacht "Was ist das?" und "Wie ist das überhaupt möglich?"

Der einzige Screenshot, den ich vom "Classic Mode" gefunden habe.

Ich habe jetzt die letzten 20 Minuten damit veschwendet das Interview mit den Entwicklern der Konvertiung zu lesen. Scheinbar war das Absicht, dass es stärkere und weniger starke Waffenverbindungen gibt? Ich habe immer gedacht, dass ich eine zu starke Waffe genommen habe, indem ich Standard und Homing kombiniert habe, aber die Homing und Laser soll noch mehr berüchtigt sein.

So wie bei Sonic 1 habe ich mich fragen müssen, ob es wirklich nötig ist, dass ein Spiel balanciert und "rund" ist. Gunstart Heroes ist es nicht aber es gefällt mir trotzdem. Nicht so wie Super Probotector aber trotzdem.

Ich muss es wohl ein drittes Mal durchspielen, weil der Expert Modus noch mehr Inhalt bietet.

Donnerstag, 9. November 2017

From Dust

Das ist eins der Spiele, das ich mögen will, die mir Hindernisse in den Weg stellen. Glücklicherweise ist das nicht so schlimm, dass ich vom Spiel abraten würde.

Es hat ein klein wenig Verwandschaft mit Populus. Man sammelt mit Gottes Atem Erde oder Wasser oder Lava auf und setzt sie anderswo ab. Hauptsächlich versucht man damit, einen Weg freizumachen für die kleinen Männlein und Weiblein, damit sie Totems aktivieren können, die einen Ausgang öffnen, zu dem sie dann hinmüssen. Die meist dynamische Landschaft macht es einem natürlich nicht so leicht.

From Dust

Ich mag die Idee, das Prinzip, die Realisierung und die Levels in groben Zügen. Was das Spiel runterzieht ist die technische Realisierung. Vor allem genügt es den Erwartungen, die man an einem PC Spiel stellt, nicht. Ich habe in meinem Laptop eine Grafikkarte, die ohne Übertreibung sieben Generationen neuer ist als die angegebene Grafikhardware in den angegebenen Mindestanforderungen. Das Spiel läuft trotzdem maximal mit 30 FPS und oft drunter komplett mit üblem Tearing. Ich glaube, ich konnte nicht mal die Auflösung einstellen, die ich wollte.

Was sich noch mehr aufs Spiel auswirkt ist die Pfadfindung. Das Spieldesign mit den stark variablen und dynamischen Umgebungen verlangt eine besonders robuste Pfadfindung, also noch mehr als in anderen Spielen. Obwohl ich die Schwierigkeiten der Entwickler anerkenne, ist das, was sie geliefert haben, einfach zu wenig. Solange das Spiel nicht allzu schwer ist, kann man drüber hinwegsehen, wenn man keine perfect runs anstrebt. In den letzten zwei-drei Levels ist es frustrierend. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich genug Einfluß auf das Spielgeschehen hatte, um das Spiel zu genießen, egal, ob ich gewonnen oder verloren habe.

Trotzdem ist das strenggenommen nur ein kleiner Teil des Spiels versaut. UbiSoft sollte noch mehr solches Zeug machen, nur sauberer halt.

Mittwoch, 1. November 2017

Filmefilme

Escape Plan

Eine Film direkt aus den 80ern in jedem seiner Aspekte. Aber wie ein guter Film aus den 80ern.

Eat Pray Love

Es gibt ein paar gute Momente am Anfang. Verspielt seine Glaubwürdigkeit recht früh, indem es zeigt, wie Julia Roberts Probleme hat, ihre Hose anzuziehen, weil sie zu dick dafür ist. Geht danach stetig abwärts.

Skiptrace

Endlos deprimierend. Jackie Chan hat in seinem fortgeschrittenen Alter einen seiner besten Filme gemacht. Warum das noch dazu?

DOA Dead or Alive (mit Weib)

Ein moderner Klassiker. Es ist witzig, viele Kampfszenen sind gut und es hat dem Weib gefallen, wahrscheinlich weil "Joy" aus My Name is Earl drin ist. Für mich war es das vierte mal.

Ninja (2009)

Kein Qualitätsunterschied zu American Ninja wie es in meiner Erinnerung ist. Selbst die Kampfszenen sind anämisch.

The Incredible Hulk (with Weib)

Erwartungsgemäß OK am Anfang, zunehmend langweiliger gegen Ende. So wie letztes mal.

The Man Who Knew Too Little (with Weib)

Die fand ihn gut aber nicht so gut wie "What About Bob". Darf sie das überhaupt?

Guardians of the Galaxy Vol 2

Die erste Szene etabliert hier, dass die Action ohne Gewicht und Konsequenzen ist. Alles dient den Späßchen hier, egal wie platt. Das Ergebnis ist ein Film, den ich ganz witzig fand, wo ich aber bei der Action aufs Handy geguckt habe (zuhause, nicht im Kino). Zudem ist es problematisch, wenn die Motivation des Bösewichts so viel Nachsicht vom Zuschauer abverlangt, um geschluckt zu werden, dass man kein menschliches Wesen mehr sein darf, um es zu akzeptieren.

Alien Covenant

Keine Überraschungen hier. Ganz ordentlich. Der Bösewicht ist bemüht.

Wonder Woman

Schwankt eine Weile lang zwischen ganz nett und meine-Augen-rollen-jetzt-nach-hinten. Das läuft so bis zum letzten Akt, wo die Supercliches ausgepackt werden und wir 5 Explosionen pro Minute haben MÜSSEN. Wisst ihr, wie Videospiele Endgegnerkämpfe 10 mal nerviger machen, indem sie einen dauerhaft mit Sprachschnipseln bewerfen, die einem erzählen, wie tot man gleich sein wird? Die hielten das hier für eine gute Idee. Die Regisseurin ist zwar frisch aber der Film wurde immer noch teilweise von Zack Snyder geschrieben.

Sonntag, 29. Oktober 2017

Professor Layton and the Azran Legacy

Haha, what?

Ich habe gerade eben nachgeschaut, was ich über Professor Layton geschrieben habe und es gibt nur einen Text über die ersten zwei Spiele(?) und dann überhaupt nichts mehr, obwohl ich jetzt 6 davon gespielt habe??? Was habe ich sonst noch alles verpasst?

Ich habe mich dagegen entschieden, ein Bild von einem Rätsel zu posten.

Man ist am besten bedient, den verlinkten Text nochmal zu lesen, denn ich habe nichts neues zu erzählen. Beim sechsten Teil angekommen hat das ganze etwas an Frische verloren, was nachvollziehbar ist. In den Konflikten geht es um immer größere Sachen bis es soweit ist, dass es um das Schicksal der Welt geht. Die neuen Charaktere und das Zurückschrauben des Dramas im 7. Teil sind eine willkommene Veränderung.

Ich meckere zuviel in diesem Text. Die Spiele sind super. Sie sind hübsch, herzerwärmend, originell, schlau. Selbst die Musik finde ich toll.

Donnerstag, 26. Oktober 2017

3D Sonic the Hedgehog

Ich habe die Sonic Spiele nur ein oder zwei mal durchgespielt, damals auf dem Mega Drive und ich wollte schon immer alle nochmal durchmachen, um zu sehen, wie gut sie sich halten. Dauert ja nicht lang. Irgendwann waren die ersten zwei Teile billig im eShop und dann auch noch in 3D, also habe ich zugeschlagen.

Das Spiel im "Classic Screen" Modus mit Röhrenbildfilter.
Es hat keinen Wert, den neuen 3D Modus im

Ich war damals unentschlossen, ob es richtig gute Spiele sind und ich bin immer noch unentschlossen. Ist es schlecht, wenn man nur dann richtig effizient spielen kann, wenn man die Levels auswendig weiß. Ist es schlecht, wenn man sehr schnell ist und viele Kontrolle abgibt? Wenn man gezwungen wird, langsam vorzugehen oder sogar zu warten in einem Spiel, dessen Geschwindigkeit ein Verkaufsargument ist? Das Spiel ist so ausgelegt, dass es vorteilhaft ist, wenn man es schon mal gespielt hat, aber einen nicht tötet, wenn man es nicht getan hat.

Dark Souls ist zwar ein schlechtes Spiel aber der Grund, warum ich nicht komplett bereut habe, es gespielt zu haben, ist, dass es mir eine wichtige Lektion beigebracht hat: es muß nicht alles rund sein und aufgehen in Spielsystemen, damit die Leute Spaß daran haben.

Ich hatte auch Spaß und habe es immer noch, weil ich jetzt einen zweiten Durchgang mache, nachdem ich in 3D Gunstar Heroes entdeckt habe, dass es einen Röhrenbild-Modus gibt, der mir allerdings die Ecken ein bißchen zu sehr abrundet.

Montag, 23. Oktober 2017

Yoshi's Woolly World

Nach New Yoshi und diesem Spiel hier bin ich mir nicht ganz sicher, ob das erste Yoshi's Island tatsächlich gut war oder ob nur meiner Erinnerungen davon schön sind. Und das macht mich traurig.

Es ist nichts offensichtlich Falsches an dem Spiel dran. Es kriegt sogar Bonuspunkte, weil es im Gegensatz zu New Yoshi hübsch ist und kein Mario im Spiel ist. Davon abgesehen, dass "kein Mario" für sich allein was gutes ist, entfällt auch das Babyweinen, wenn man getroffen wird, was die einzig schlechte Erinnerung an das erste Spiel der Reihe ist.

Ich kann mich an so viel Depth of Field nicht erinnern.

Zuerst habe ich einen Schreck gekriegt, weil die Level-auswahl mit 30 FPS läuft. Ich habe geschwitzt, bis das eigentliche Spiel angefangen hat, und zurück in die weichen Arme der 60 FPS zurückgekehrt bin, wo ich mich wohlfühle.

So, was mich in dem Spiel belastet hat sind zwei Sachen. Erstens kann man im Gegensatz zum ersten Spiel mehr als einmal in der Luft "laufen", um den Fall hinauszuzögern. Das wird in schwierigen Level später so oft notwendig (oder ich habe es einfach benutzt, um nicht zu sterben), dass sich das Spiel die Hälfte der Zeit so anfühlt, als ob man durch Honig läuft. Zweitens, gibt es drei Sorten von Sammeldingern. Der Abstand zwischen den Checkpoints ist zwar nicht so weit aber wenn man das Zeug sammelt (und das tue ich, weil das Spiel sonst zu leicht ist) und dann verliert, dann artet die teilweise akribische Aufräumerei in Arbeit aus. Noch schlimmer, wenn man im zweiten oder dritten Durchlauf etwas vergisst, was man das erste mal aufgenommen hat. Dann ist es noch frustrierender.

Das Ergebnis ist, dass das Spiel oft (oh Gott!) keinen Spaß macht. Ich habe Parallel Battleblock Theater gespielt, das mir mehr Freude bereitet hat, und wenn ich das meinem früheren Ich erzählt hätte, dann hätte dieses Ich überhaupt kein Verständnis dafür gehabt.

Freitag, 20. Oktober 2017

Ghostbusters

Es ist toll und gleichzeitig traurig, alle Schauspieler aus Ghostbusters noch mal vereint zu hören. Traurig deswegen, weil Ghostbusters 3 nicht existieren durfte und nicht existieren wird.

Who you gonna call?

Jemand beim Entwickler hat sich richtig Gedanken darüber gemacht, wie man die Vorgehensweise der Ghostbusters in Spielsystemen übersetzt. Bevor ich das Spiel gespielt habe, hätte ich nicht gedacht, dass es so gut funktioniert. Leider haben sie aus den Systemen kein tolles Spiel gemacht. Das Aiming fühlt sich nicht ganz so an, wie es sollte. Die herumfliegenden Physikobjekte stehen im Weg und sind dafür mitverantworlich, dass das Voranschreiten zäh ist und man ständig an Objekten hängenbleibt.

Navigieren im 3D Raum während der Kämpfe funktioniert dann, wenn man im Kopf ein ungefähres Bild des Aufbaus des Levels hat, damit man einigermaßen zur Seite und nach hinten laufen kann, ohne dass es zu viel nervt. Die dynamischen Elemente in der Umgebung sind zwar nett gemeint, steht aber dem flüssigen Spiel im Weg. Oft hatte ich das Gefühl, dass ich nicht selbst dran schuld bin, dass ich innerhalb von 2 Sekunden gestorben bin. Und weil das Spiel nicht ganz leicht ist, habe ich es in der Mitte aufgegeben.

Dienstag, 17. Oktober 2017

Resident Evil 4 Again

In dem Jahr, als RE4 erschienen ist, und es im Forum einen Thread mit den besten Spielen des Jahres gab, habe ich in meinem Beitrag über jedes beliebte Spiel gezogen. Ich habe es teilweise getan, weil ich wusste, dass es Fans ärgert, teilweise, weil das, was ich geschrieben habe, gestimmt hat. Hier ist der Text über Resident Evil 4:

"Resident Evil 4 schafft es, das erste Spiel in der Serie zu sein, das kein absoluter Rotz ist. Es reicht nicht, zwei Tasten gedrückt zu halten, um die Gegner zu töten, man muß sogar zielen. Keine Itemboxes!!! Keine Türanimationen!!! Dreidimensionales Leveldesign mit mehreren Ebenen! Ich flippe aber nicht aus, weil ein Spiel es schafft, Lightgunshooterprinzipien mit Leveldesign auf dem Niveau von Donkey Kong (das aus den frühen 80ern) zu kombinieren. Die meisten Synchronsprecher kann man diesmal sogar überleben, die Codecgespräche hält kein normaler Mensch durch."

Der Sound hier haut rein.

Das ist alles richtig aber ich habe bei meinem ersten Durchlauf vor über 10 Jahren das Spiel recht gut genossen und diesmal noch etwas mehr, weil ich wusste, was mich erwartet. Was RE4 richtig macht ist zum Beispiel, dass die Gegner Trefferzonen haben. Das ist eine nicht zu vernachlässigende Komponente, die das Spiel komplexer und interessanter macht. Zudem ist es eins der ersten Beispiele der cinematischen (gibt es das Wort?) Shooters, der das Pacing wunderbar hinkriegt. Atempausen für den Spieler. Jedes Spielszenario mit seiner eigenen kleinen oder großen Besonderheit.

Das Inventarsystem ist immer noch nervig und das Spiel funktioniert nur, wenn es ein bißchen fordernd ist aber nicht mehr. Setzt es einem zwei von diesen tauben Edwards-mit-den-Scherenhänden vor, dann kommen die Unzulänglichkeiten der Steuerung zum Vorschein, wo man nur zufällig was hinkriegt, weil das Spiel, wenn es anders will, unfair ist.

Womit ich unrecht in meinem Zitat oben hatte, ist, dass man die Synchronsprecher überleben kann. Das stimmt nicht. Ich bin jetzt tot.