Donnerstag, 27. April 2017

The Legend of Zelda Link's Awakening DX

Es war mein dritter Anlauf, das Spiel zu spielen. Die ersten zwei mal bin ich an einer Stelle hängengeblieben, bei der ich mir nicht 100%ig sicher bin, dass es kein Bug war. Ich glaube, das hat mit dem Schlüssel in der Oberwelt zu tun. Ich habe es nicht geschafft, weiterzukommen, obwohl ich in Guides nachgeschaut habe, wie das geht. Ich kann mich aber auch nicht erinnern, auf welcher Plattform ich das versucht habe. Emulation auf PC? Könnte sogar sein, dass das erste mal auf dem Nokia N-Gage QD war. Diesmal habe ich das Spiel auf dem 3DS gekauft, damit es sich möglichst wohl fühlt. Und ich habe bessere Guides als auf Gamefaqs gefunden und zwar bei zeldadungeon.net.

Erstaunlich hübsch.
Ich habe noch nie einen GameBoy (Color) gehabt, weil mir die Technik für die 90er zu schlecht war. Und ich fand das Spiel auch diesmal nur begrenzt genießbar aus Gründen, die fast ausschließlich mit den Begrenzungen der Technik zu tun haben. Mein erstes Zelda ist A Link to the Past, ein Spiel, das phänomenale Musik hat, die enorm zum Spiel beiträgt. Das Gameboy Gepiepse ist so fürchterlich, dass ich für den Großteil des Spiels den Sound komplett ausgemacht habe. Dann kommt noch, dass mir das Spiel vom Internet komplett gespoilert wurde. Diese eins-zwei Combo hat die Atmosphäre des Spiels gekillt. Spielerisch stören noch die dauerhaften Sprünge ins Item-Menü.

Nichtsdestotrotz erntet das Spiel meinen absoluten Respekt. Es ist für mich unfassbar, wie man aus Hardware, die aus heutiger Perspektive nichts kann, ein vollwertiges, kolossales Zelda-Abenteuer herausquetschen kann. Um nichts anderes handelt es sich hier.

Montag, 24. April 2017

Splinter Cell Chaos Theory

Es wird als das beste Spiel der Serie gefeiert aber ich mag es nicht. Es ist richtig, dass es eine konsequente Weiterentwicklung der Formel ist, mit mehr Aktionsmöglichkeiten. Es ist auch theoretisch gut, dass man für Fehler nicht so bestraft wird wie in den Vorgängern und sich die Situation weiter entfalten kann.

Die Dialoge sind witzig. Die Geschichte ist Banane.

In der Praxis passiert folgendes: am Ende jeden Levels kommt eine Bewertung und man kriegt nicht Punkte, weil man dies und jedes gut gemacht hat, sondern man kriegt Punkte abgezogen für alles, was dem Spiel nicht gefallen hat. Das hat einen schlimmeren Effekt als so Collectables, für die man sie genötigt fühlt, alle einzusammeln, die man sieht. Man hat die Punkte schon und will sie nicht verlieren. Also habe ich jedes mal, wenn der kleinste Fehler passiert ist (z.B. wenn man mich gesehen hat) ein Quickload gemacht, um meine 100% Wertung nicht zu zerstören. Damit sind alle Nuancen des Gameplays, die im Vergleich zu den Vorgängern eingeführt wurden, aus dem Fenster geschmissen.

Die Umgebungen sehen im Spiel immer noch oft erstaunlich gut aus. Schade, dass der Breitbildmodus die 2D Elemente wie den Himmel streckt.

Freitag, 21. April 2017

Shank 2

Ich komme nicht umhin zum vierten mal meinen Hass zum Ausdruck zu bringen für die Ästhetik aller animierter Elemente in der Shank Serie. OK, jetzt haben wir es hinter uns. Widmen wir uns dem Rest des Spiels.

Es ist enttäuschend.

Wie jetzt?

Und das trotz der recht niedrigen Erwartungen. Ich kann mich nicht an Einzelheiten erinnern aber die Steuerung scheint noch komplizierter als im Vorgänger zu sein und da habe ich schon wenig Verständnis dafür gehabt, warum so eine Art Spiel alle 8 Tasten des Joypads braucht. Ich habe den Eindruck, die Entwickler wollten weniger oft den Fall haben, dass eine Taste, die mehrere Funktionen hat(!) zum falschen Zeitpunkt gedrückt wird, aber das Ergebnis war, dass ich bis zum Ende des Spiels oft die falsche Taste gedrückt habe.

Sonst hat das Spiel "difficulty spikes" an die ich mich beim Vorgänger nicht erinnern kann. Und das schlimmste, der co-op story Modus ist raus und wurde von einem Survival Modus ersetzt, der mich nicht interessiert. Es hätte nicht sein müssen, dass co-op wie im Vorgänger eine eigene Storyline hat. Gebt mir einfach das gleich nur mit Partner!

Dienstag, 18. April 2017

Strider

Ich habe nicht viel zu dem Spiel zu sagen, außer dass es ordentliche Animationen, Grafik, Musik, Gameplay hat, insgesamt ein gutes Spiel ist und etwa meinen Erwartungen entsprochen hat.

Endlich mal ein eigener Screenshot. Ich sollte mich öfter daran erinnern, welche zu machen.

Das einzige, was etwas enttäuschend war, ist dass ich zum Ende des Spiels nicht motiviert war, mit voll ausgestatteten Fähigkeiten noch mehr Extras/Upgrades zu sammeln, bevor ich mich dem Endgegner stelle. Das liegt wahrscheinlich nur zum Teil an dem Spiel und die große Distanzen, die man zurücklegen muss, und zum Teil daran, dass ich früher nicht 100 ungespielte Spiele besaß, die noch auf mich warten. 1st world problems, Alter!

Samstag, 15. April 2017

Grand Theft Auto 4

Bullshit!

GTA5 ist seit Erscheinungstermin jeden Monat in den Top 10 jeden Formats oder so und ich will verstehen, warum. Ich werde es nie tun. Interessanter als GTA5 war für mich GTA4, weil es Euphoria benutzt. Weil ich nicht mal die 3€ ausgeben wollte, die Steam bei Sales dafür verlangt, habe ich es aus einer dubiosen Quelle runtergeladen und mit 8 Jahren Verspätung ausprobiert.

Und es ist scheiße.

Womit soll ich anfangen? Dass jeder Charakter im Spiel traditionsgemäß ein unausstehliches Arschloch ist, mit dem ich selbst in Spielform keine Minute verbringen will? Und die Leute beschweren sich wegen Ayden Pierce? Die Autoren haben keine Ahnung, wie Menschen funktionieren. Sie stellen uns eine Frau vor, die in ihrer Wohnung extrem auf Sauberkeit achtet und sie wirft sich auf einen direkt vom Schiff kommenden, ungeduschten Penner in Trainingshosen, weil ...? Ich bin mit ihr zum Date, um Bowling zu spielen und es war nicht nur das erste Videospielbowling, wo ich den Ball geradeaus werfen konnte, es war auch das erste, bei dem ich nicht herausgefunden habe, wie ich irgendeine andere Richtung außer gerade aus haben konnte. Das Spiel habe ich direkt nach Yakuza 5 eingeworfen und ich habe nicht verstanden, wie sie im gleichen Universum existieren können.

Ich habe mich dann ein paar Stunden mehr hin- und herschicken lassen, ohne was substantielles zu machen, bis ich zum Kampftutorial angekommen bin, wo ich festgestellt habe, dass es kein Input-Buffering gibt, ein Feature, das Virtua Fighter 1 in 1993 hingekriegt hat. Ich musste jedesmal warten, bis die aktuelle Animation fertig war, bevor ich die nächste Eingabe machen konnte. Sowas wäre vielleicht auf einem 8-bit Heimcomputerspiel akzeptabel. Dann habe ich noch eine Verfolgungsjagd mit extremen Gummiband gespielt, weil das Spiel nicht wollte, dass ich aufhole, und dann habe es aufgegeben.

Positiv anzumerken ist, dass es das erste GTA Spiel ist, das nicht wie auf dem Bildschirm gekotzt aussieht, dass das Zielen endlich auf dem Niveau der post-2000 Spiele angekommen ist und dass es Euphoria benutzt. Der Rest ist Bullshit.

Mittwoch, 12. April 2017

Yakuza 5

Inzwischen sollte jeder wissen, wie was bei Yakuza läuft. Und wenn nicht, dann gibt es hier Texte über Teil 2, Teil 3 und Teil 4, damit man verfolgen kann wie sich das entwickelt hat. Am Ende von Teil 4 wollte ich nie wieder ein Yakuza Teil spielen aber mit gebührendem Abstand und mit Zugang über PS+ habe ich es noch mal probiert und nicht bereut.

Die besten Gesichter der Videospielindustrie.

Von den Charakteren abgesehen, die man alle steuern kann, gibt es jetzt mehr Orte zu besuchen als in allen anderen Teilen zusammen. Zudem hat jeder Hauptcharakter eine Nebengeschichte am laufen, die in eine Reihe von Missionen resultiert, die gleichzeitig Abwechslung bringen und mehr Konsistenz. Die Skills, die man sich in anderen Minispielen erarbeitet, sind in der Regel nicht übertragbar aber hier gibt es von den Kämpfen abgesehen jeweils eine Nebenbeschäftigung, in der man besser wird. Zum Beispiel fährt Kazuma Taxi, was nicht nur gebührend albern ist sondern noch alberner, weil es Punkteabzug gibt, wenn man nicht blinkt. Das Weibchen hat bei den Taxifahrten ein wenig Interesse ans Spiel gezeigt, was sie meistens bei Spielen nicht tut aber wenige Sekunden später habe ich das mit dem Blinken erzählt und sie hat ausgecheckt. Was hat sie gegen Blinken? Ich find's toll!

Auch sonst war der Humor treffender als im Vorgänger, die sonstigen Minispiele besser, die Geschichte auch. Es hat Spaß gemacht. Wie üblich schwächelt das Spiel am Ende, wenn es sich genötigt fühlt zwei Stunden Zwischensequenzen zu servieren zusammen mit willkürlichen Wendungen und übermäßig dick aufgetragenes Nonsens-Drama.

Immerhin will ich wieder ein Yakuza Spiel spielen.

Sonntag, 9. April 2017

Metro 2033 Redux

Ich bin neugierig, wieviele Nichtrussen das Spiel auf russische Sprachausgabe mit whatever Untertitel geschaltet haben. Erstens denke ich, dass Originalsprache immer richtig ist. Zweitens ist Metro für westliche Verhältnisse ein low budget Spiel vermute ich und ich habe in solchen Fällen kein Vertrauen in die Synchronsprecher. Da ist es mir lieber, ich verstehe sie nicht.

Schwierig Screenshots zu finden.

Bevor ich es gespielt habe, habe ich gedacht, es hat eine Verwandschaft mit STALKER und wird deswegen mehr openworldig sein. Ist es nicht. Kann es auch gar nicht sein, weil es die meiste Zeit in Tunneln stattfindet. Innerhalb seiner Grenzen bietet es manchmal die Möglichkeit, schleichend oder knallend vorzugehen. Aber nicht oft.

Ich habe in Reviews gelesen, dass man in dem Spiel oft mit Munitionsmangel zu kämpfen hat. War bei mir überhaupt nicht der Fall, allerdings habe ich es auf normal gespielt, was die zweite aus fünf(?) Schwierigkeitsstufen ist, und außerdem hat sich zwischen der Urversion und die Redux-Version vielleicht was geändert. Ich hasse Resourcenverwaltung, deswegen hätte ich es sowieso auf easy runtergesetzt, wenn es sich herausgestellt hätte, dass mich der Munitionsmangel doch trifft.

Egal, also Shooter, recht linear, sieht super aus, selbst mit ein paar ausgeschalteten Effekten, weil ich es auf meinem Laptop gespielt habe. Sollte atmosphärisch sein, nur hilft das Sound-Design nicht so sehr. Zudem kommt, dass man im Intro und im Intro danach einen Haufen der Standardmonster eliminiert und die dann später nie das Gefühl geben, eine echte Bedrohung zu sein. Die sind ein bißchen wie die Flood ohne die Eigenschaften, die sie eigen machen, oder die Imps ohne dass sie schießen können. Es sind Standardzombies, die anders aussehen. Bäh!

Sonst bietet das Spiel durch das Leveldesign abwechselnd alles mögliche. Reicht von langweilig, spannend bis zu nervig. Manchmal wusste ich nicht, wie es weitergeht und war währenddessen dauerhaft unter Beschuß. Und bis zum Ende habe ich nicht kapiert, was in der Geschichte passiert und was mein Charakter überhaupt verfolgt.

Ich wollte es mögen und so schlecht ist es nicht aber ich kann mich einfach nicht dafür begeistert. Dabei habe ich den Nachfolger gekauft, bevor ich das gespielt habe. Verdammte Steam-Sales!

Nur noch 15 Blog-Posts in der To-Do Liste.

Montag, 3. April 2017

Filme with a Vengeance und auch Serien with a Vengeance

Rogue One

Er wirkt so gestellt wie er ist. Es ist offensichtlich, dass der Film von Ende aus rückwärts geschrieben wurde. Alle Ereignisse und "Charaktere" dienen nur dazu, den Film eine Stufe näher zum Ende zu bringen. Zuviel Shaky-Cam. Donnie Yen ist nur ein Statist.

Blood Father

Es ist quasi der erste Mad Max, nur dass Mel Gibson fünf Millionen Jahre älter ist. Und ich auch. War OK.

Stranger Things

Ich habe zwei Episoden gesehen und habe das Steven-Spielberg-Film-Problem, dass ich keinen der Charaktere mag. Vielleicht habe ich drei Episoden gesehen. Ich muss mal Netflix fragen.

A Good Wife

Davon habe ich im gleichen Zeitraum zweieinhalb Staffeln gesehen. Selbst wenn die interpersonellen Spannungen langweilig sind (und die Chance dazu ist in jeder Folge so 50/50), wird die Folge jedes mal von der Handlung im Gericht gerettet, die einfallsreich und tricky ist und jedes mal Ergebnisse liefert. Manchmal negative.

Luke Cage

Die erste Folge ist vielversprechend und dann geht es bergab mit einer Hingabe, die ohnegleichen ist. Wirklich übler, klischeehafter, unlogischer Shit. Und dann kam in der fünften Folge die Erwähnung von "The Incident" und ich muss mich echt überwinden.

The Edge of Seventeen

Im Flugzeug gesehen. Es geht um ein Mädchen, das gegen sein extremes Teenagertum kämpft. Als erwachsener Mann bin ich von solchen Problemen so weit entfernt, wie es nur geht, aber es ist ganz nett erzählt mit Ausnahme der Auftritte von Woody Harrelson, dessen Namen ich mit dem ersten Versuch richtig geschrieben habe. Der ist großartig.

Ghostbusters 2016

Ist schlecht. Ich habe mir zur Sicherheit noch mal den alten angeschaut und der ist immer noch gut. Ich weiß nicht mal, was für ein Ziel der neue Film verfolgt und was für einen Ton er einschlagen will. Witzig ist es halt nicht, wenn jemand mit Dual Wielding und Pseudoakrobatik gegen Geister kämpft.

xXx

Der Trailer vom neuen hat gut ausgesehen, deswegen habe ich das verspätet nachgeholt, während ich von Athen nach Saloniki gefahren bin. Ist doof.

A Good Day to Die Hard

Bißchen besser als xXx, wobei das nicht viel aussagt. Die Actionszenen würden sogar was taugen, wenn man etwas in die Charaktere investiert hätte. Jai Courtney hat Anticharisma.

Heutzutage denken die Produzenten wohl, dass Muskeln ausreichen, um einen Actionhelden zu machen. Aber Schwarzenegger, Stallone, Bruce Willis, Van Damme, Steven Seagal sind mit oder ohne Muskeln nicht austauschbar.

Iron Man

Den habe ich seit dem Kinobesuch vor fast 10 Jahren (heul) nicht gesehen aber er ist so, wie ich ihn in Erinnerung habe. Etwas witziger vielleicht. Der Großteil gefällt mir aber am Ende gefällt mir nicht, dass beim Bösewicht ohne Tests fast alles funktioniert, wofür Tony Stark monatelang kämpfen und testen musste. Der Film legt so sehr großes Gewicht darauf, dass es einfach stört. Trotzdem hat er mir insgesamt gefallen.

The Fist of the North Star 

... hat die besten Sterbeanimationen aller Zeiten und ist der männlichste Film ever. Und es macht nichts, dass alles andere zu wünschen übrig lässt. Das habe ich das letzte mal auf VHS gesehen und es ist erstaunlich, wie ich mich fast an den kompletten Film erinnern konnte, während ich andere vergesse, sobald ich drübergeschlafen bin.

Freitag, 31. März 2017

Life is Strange is Life

Das ist eine der Geschichten, bei denen ich einen zentralen Bestandteil der Geschichte nicht kapiert habe und mir auch nicht hundertprozentig sicher bin, dass es was zu kapieren gibt. Ich bin/war der Ansicht, dass gute Science Fiction Fantasieteil dazu benutzt, einen Rahmen zu schaffen, der uns eine neue Perspektive auf die echte Welt ermöglicht. Am Ende von Life is Strange habe ich mich gefragt, was mir die Geschichte letztendlich sagen will.

Aber vielleicht ist es auch gut so, wenn nicht jede Geschichte den klassischen Aufbau und Sinn haben, den ich erwarte. Ich habe mich noch nicht entschieden.

Depth of fieeeeeld!

Es gibt ein paar zusätzliche Hürden, über die ich springen musste, um das Spiel zu genießen. Zuallererst wären die technischen Hürden, die Remember Me ähneln. Dann kommt noch dazu, dass oft Teenager-typische Ängste die Handlung vorantreiben. Und dann kommt noch dazu, dass die Geschichte manchmal einen mit dem Holzhammer haut. Und dann kommt noch dazu, dass es offensichtlich ist, dass Dialoge weiblicher Teenager von erwachsenen Männern geschrieben wurden.

Nachdem ich jetzt die ganze Zeit über das Spiel hergezogen habe, spreche ich eine Empfehlung aus. Trotz aller Krücken funktioniert das Spiel. Es schafft, echte Lichtblicke in eine traurige Geschichte so einzubinden, dass man als Optimist die Geschichte überlebt, wenn man entsprechend gespielt hat. Es ist im Kontext der Spiellandschaft frisch mit seinen Themen, mit seinem Erwachsenensein und mit seinem Umgang mit "Moral". Vom Gameplay her ist es auch einer der besseren Vertreter dieses neuen Genres, das ich jetzt einfach Cinematic Adventure nenne. Es ist spannend und ich habe neue, teils anstrengende Freunde gewonnen.

Freitag, 10. März 2017

Remember Me

Was an Remember Me ärgert, ist, dass das Potential, was das Spiel alles noch machen könnte und sich von anderen Spielen abheben könnte, so offensichtlich ist. Man will die Entwickler an den Schultern packen und sie anschreien, warum sie das offensichtlich gute Zeug nicht ausbauen und das offensichtlich schlechte Zeug korrigieren.

Ich bin zu faul nach echten Screenshots zu suchen.

Die Charaktere und die Welt sind wunderbar, die Spielfiguren sind im Schachspiel der Geschichte interessant aufgestellt. Aber dann muss man das Spiel steuern und obwohl das Spiel strenggenommen nichts "falsch" macht, ist es durchgehend unbefriedigend, Nilin zu steuern. Und dann fangen die Leute an zu reden und sie bewerfen sich mit schlimmen Clichés im Dauerfeuer, unbeholfen vorgetragen. Am schlimmsten ist, wenn man merkt, dass die Gesprächspartner getrennt aufgenommen wurden und der Ton sich von Zeile zu Zeile ändert. Nein, am schlimmsten ist das Ende, wo die Action sich immer mehr steigern muss.

Ich kann weder dem Spiel noch den Entwicklern böse sein. Es ist wahrscheinlich das beste Spiel, was sie zu dem Zeitpunkt mit ihrem Budget machen konnten. Und ich wollte es mögen. Das lustige ist, dass man schon vor 30 Jahren Franzosen vorgeworfen hat, hübsche Spiele zu machen, die inhaltlich nicht mithalten können.

Moment! Ich kann den Entwicklern doch böse sein. Sie haben es durch eine seltsame Konfiguration geschafft, dass weder dieses Spiel, noch Life is Strange im Full Screen mit v-sync laufen können. Und da es hier keinen Fenster-Fullscreen gibt, musste ich in die Steam-Foren schauen, wie ich die Unreal-Konfigurationsdateien editiere, um das Spiel vernünftig laufen zu lassen. Ich habe 3/4 des Spiels mit v-sync aber Framedrops gespielt und habe dann zusätzliche Änderungen gefunden, mit denen ich das Spiel flüssig laufen lassen konnte. Ärgerlich!

3D Effekt war dafür gut.

Dienstag, 7. März 2017

Halo Spartan Assault Mini

Es ist eine minifizierte Version von Halo und es ist süß. Die Prinzipien von Halo sind zu einem überraschenden Grad hinübergerettet. Die Echtzeit-Munitionsverwaltung, die Interaktion mit Gegnern und Fahrzeugen, das relevante Level-Design, die Funktion des Schilds... Die Musik ist hier nicht nur gut sondern passender zu Halo als die von Halo 4.

Ich sollte mal, die Mobile-Version ausprobieren.

Was theoretisch stört sind die Upgrades für virtuelles Geld, die ich nie benutzt habe. "Theoretisch" deswegen, weil ich nicht verstehe, warum ich mich für etwas vor dem Level entscheiden soll, wenn ich nicht weiß, was das Level mir vorsetzen will. Ein generelles RPG Problem. Das ist wahrscheinlich für Wiederholungstäter gedacht oder zumindest besser geeignet. Was noch suboptimal ist, sind difficulty-spikes, wobei ich denen gegenüber eine philosophisch andere Einstellung habe als früher. Wenn die Stellen nur schwierig aber nicht frustrierend sind, dann sehe ich das nicht als Fehler des Spiels an.

Der 3D Effekt kommt hier gut rüber.

Donnerstag, 2. März 2017

Hard Reset in 3D

Also,

von Hard Reset gibt es eine Neuauflage in der neuen Engine des Entwicklers und die heißt Hard Reset Redux. Die neue Version soll sogar schneller laufen! Allerdings gibt es ein paar Videos, die überzeugend demonstrieren, dass die alte Version besser aussieht und die alte Version lief einwandfrei auf meinem Computer. Hinzu kommt, dass der alte Titel in der Liste der Spiele im nVidia Panel auftaucht, die explizit dafür programmiert wurden, die stereoskopische Darstellung über die nVidia Treiber zu nutzen. Der neue Titel taucht in der Liste nicht auf. Also habe ich die alte Version gespielt.

Das ist ein Screenshot von den Bonusmissionen. Das merkt man daran, dass es außerhalb der Stadt ist und somit in Orange statt Blau getaucht ist.

Wie ich im Tomb Raider Dingens erwähnt habe, hat das 3Dtum in Spielen einen weit größeren Effekt, wenn es ein 3rd person Spiel ist (es sei denn, wir reden über Virtual Reality natürlich). Hier habe ich teilweise vergessen, dass ich einen 3D Modus eingeschaltet habe. Also ... zum eigentlichen Spiel jetzt:

Ne, Moment!

Erstmal was über Doom classic. Ich verstehe nicht, woher die Idee kommt, dass es in Doom ständig hunderte von Gegnern gab, die man wie ein Schäferhund umkreisen musste. Vielleicht war das so in den letzten Leveln von Doom 2 aber in meiner Erinnerung von Doom gab es immer nur ein paar Gegner auf dem Bildschirm. Ich weiß nicht, ob mein Rechner damals mehr vertragen könnte. Deswegen verstehe ich nicht, warum Serious Sam spielerisch als legitimer Nachfolger von Doom classic betrachtet wird.

Hard Reset hat oft viele Gegner gleichzeitig und es ist manchmal schwierig die Übersicht zu behalten. Das ist aber Teil des Spiels. Die Spielsysteme greifen gut ineinander, also fühlt es sich gut an. Es sieht hübsch aus. Es hat drei Probleme: Mangel an Abwechslung, unsichtbare Wände und eine doofe Geschichte. Also Hard Reset ist spielerisch gut (besser als Light Gun Shooter wie Call of Duty und Battlefield) aber gegen Ende wollte ich, dass es vorbei ist.